Über den AK
Der Arbeitskreis „Geographie und Gesellschaftstheorie“ befasst sich mit den gesellschaftstheoretischen Bezügen geographischer Forschung. Ziel ist es, gesellschaftstheoretisches Arbeiten in der Geographie zu Verankern, den Austausch über das Verhältnis von Geographie und Gesellschaftstheorie zu vertiefen und den Stand aktueller gesellschaftstheoretischer Auseinandersetzungen in der kritischen Geographie aufzugreifen. Ausgangsfragen sind, wie das Verhältnis von Gesellschaft und Raum theoretisch erfasst werden kann, wozu Gesellschaftstheorie oder sozialphilosophische Ansätze herangezogen werden können, welche theoretische Weiterentwicklungen aufscheinen, und welche empirische Forschungsarbeiten daran anknüpfen. Dazu werden von den Mitgliedern des Arbeitskreises Konferenzen, Workshops und Fachsitzungen auf Kongressen organisiert.
Entstehung
Entwickelt hat sich der Arbeitskreis aus verschiedenen Gruppen und Netzwerken der deutschsprachigen Hochschulgeographie. Wichtiger Vorläufer war der in den 1980er Jahren aktive und studentisch initiierte Arbeitskreis Wissenschaftskritik. So ist seit den frühen wissenschafts- und ideologiekritischen Auseinandersetzung mit den Fachtraditionen das Interesse an Gesellschaftstheorie in der Geographie kontinuierlich gestiegen. Insbesondere seit den 2000er Jahren sind zahlreiche Theorie-Importe aus Nachbardisziplinen erfolgt, haben geographische Fachdebatten geprägt und zu einer Pluralisierung von Theoriebezügen geführt. Gesellschaft theoretisch zu durchdringen, zu analysieren und zu kritisieren bleibt dabei bis heute ein zentrales Ziel unterschiedlicher Forschungsrichtungen in der Geographie.